Ra, Rz und N umrechnen

Genauso einfach wie unser Frästeilkalkulator: Unser Oberflächenkonverter.

Mit dem kostenlosen Oberflächenrauheitsrechner von InstaWerk können Sie Ra, Rz und die Rauheitsklassen N1 bis N12 schnell miteinander vergleichen. Wählen Sie den gewünschten Ausgangswert, wechseln Sie zwischen µm und µin und lassen Sie sich passende Vorzugswerte, typische Fertigungsverfahren und praxisnahe Anwendungsbeispiele anzeigen.

Der Rechner unterstützt Konstrukteure, technische Einkäufer und Fertigungsplaner bei der ersten Einordnung von Oberflächenanforderungen. Da Ra und Rz unterschiedliche Eigenschaften eines Rauheitsprofils beschreiben, werden Umrechnungsergebnisse als technisch sinnvoller Schätzbereich und nicht als scheinbar exakter Einzelwert ausgegeben.

Ra/Rz-Orientierungsdiagramm: diagonales blaues Toleranzband über Ra- und Rz-Werte, N8 als aktueller Bezugspunkt ausgewählt, informative Grafik zum Oberflächenrauheitsvergleich | Frästeile online | Drehteile online bestellen bei InstaWerk
Zwei Infoseiten-Karten: links Fertigungsverfahren und Einordnung, rechts Typische Anwendungen mit Listen. | Frästeile online | Drehteile online bestellen bei InstaWerk
InstaWerks Rz-Ra Umrechner für Konstrukteure und Einkäufer | Frästeile online | Drehteile online bestellen bei InstaWerk

Ra / Rz / N Oberflächenrauheitsrechner

Rauheitskennwerte umrechnen, Fertigungsverfahren einordnen und typische Anwendungen vergleichen.

Umrechnungsmodus

Komma und Punkt werden als Dezimaltrennzeichen akzeptiert.

Schnellauswahl

CNC-Bauteil mit definierter Oberflächenqualität fertigen lassen

Laden Sie Ihr CAD-Modell und Ihre technische Zeichnung hoch. InstaWerk kalkuliert CNC-Frästeile und CNC-Drehteile digital und berücksichtigt Oberflächengüten, Toleranzen, Passungen, Werkstoffe und Nachbehandlungen entsprechend Ihrer Spezifikation – direkt aus der Zeichnung oder durch manuelle Online-Spezifikation.

Typische Anwendungen nach Rauheitsklasse

Eine Rauheitsklasse erhält ihre Bedeutung erst durch die Funktion der Oberfläche. Eine besonders niedrige Rauheit ist nicht automatisch technisch besser oder wirtschaftlicher. Für funktional anspruchsvolle Oberflächen können neben Ra und Rz weitere Merkmale entscheidend sein:

  • Bearbeitungs- und Rillenrichtung
  • Welligkeit
  • Traganteil
  • Rpk, Rk und Rvk
  • maximale Einzelrautiefe
  • Poren und Kratzer
  • Werkstoffpaarung
  • Schmierzustand

Bei Dicht-, Gleit- oder Lagerflächen sollte die Oberflächenspezifikation daher immer zusammen mit der tatsächlichen Funktion bewertet werden.

Grobe Oberflächen: N9 bis N12

Typische Anwendungen:

  • nicht funktionale Freiflächen
  • Rohteilbereiche
  • Schweißkonstruktionen
  • Flächen mit anschließender Bearbeitung
  • einfache Gehäuseaußenflächen
  • unkritische Befestigungsbereiche


Standard-CNC-Oberflächen: N7 bis N8

Typische Anwendungen:

  • allgemeine gefräste und gedrehte Bauteilflächen
  • Gehäuse- und Deckelflächen
  • Schraubenauflagen
  • einfache Kontakt- und Anlageflächen
  • Absätze und Bohrungen ohne anspruchsvolle Gleitfunktion
  • Standardflächen im Maschinen- und Anlagenbau


Feine Funktionsflächen: N5 bis N6

Typische Anwendungen:

  • Lagersitze
  • präzise Passflächen
  • einfache Gleitflächen
  • hochwertige Anlageflächen
  • Wellen- und Bohrungsoberflächen
  • statische Dichtflächen bei geeigneter Profilstruktur


Sehr feine Oberflächen: N1 bis N4

Typische Anwendungen:

  • gehonte Zylinderflächen
  • Präzisionsführungen
  • Ventilsitze
  • anspruchsvolle Dichtflächen
  • Mess- und Referenzflächen
  • feinmechanische Komponenten
  • geläppte oder polierte Funktionsflächen


Welche Umrechnungen unterstützt der Rechner?

Ra in Rz und N umrechnen

Geben Sie einen arithmetischen Mittenrauwert Ra ein. Der Rechner ermittelt:

  • den zugehörigen oder nächstliegenden N-Rauheitsgrad
  • einen geschätzten Rz-Bereich
  • einen zentralen Orientierungswert
  • typische Fertigungsverfahren
  • mögliche technische Anwendungsfälle
Rz in Ra und N umrechnen

Ausgehend von einer gemittelten Rautiefe Rz wird ein plausibler Ra-Bereich bestimmt. Da die Profilform einen wesentlichen Einfluss auf das Verhältnis von Rz zu Ra hat, kann die Zuordnung zu einer N-Klasse mehrere mögliche Klassen umfassen.

N-Klasse in Ra und Rz umrechnen

Die Klassen N1 bis N12 sind direkt mit festgelegten Ra-Vorzugswerten verbunden. Der Rechner zeigt den entsprechenden Ra-Wert sowie einen geschätzten Rz-Bereich an.

Was bedeuten Ra, Rz und die N-Rauheitsklassen?

Ra – arithmetischer Mittenrauwert

Ra ist einer der am häufigsten verwendeten Kennwerte zur Beschreibung technischer Oberflächen. Der Wert eignet sich gut zur allgemeinen Beurteilung der durchschnittlichen Rauheit, beschreibt jedoch weder die genaue Profilform noch einzelne Fehlstellen.

Rz – gemittelte Rautiefe

Rz berücksichtigt die Höhenunterschiede zwischen Profilspitzen und Profiltälern innerhalb der Messstrecken. Der Kennwert reagiert stärker auf ausgeprägte Bearbeitungsspuren als Ra.

N1 bis N12 – konventionelle Rauheitsklassen

Die N-Klassen ordnen festgelegte Ra-Vorzugswerte von sehr feinen bis zu groben Oberflächen ein.

Warum lassen sich Ra und Rz nicht exakt umrechnen?

Ra und Rz bewerten unterschiedliche Eigenschaften einer Oberfläche.

Der arithmetische Mittenrauwert Ra beschreibt den durchschnittlichen Abstand des Rauheitsprofils von seiner Mittellinie. Einzelne tiefe Riefen oder hohe Spitzen beeinflussen den Ra-Wert nur begrenzt.

Die gemittelte Rautiefe Rz reagiert stärker auf ausgeprägte Profilspitzen und Profiltäler. Zwei Oberflächen können deshalb einen vergleichbaren Ra-Wert besitzen, sich hinsichtlich Rz, Traganteil, Rillenstruktur und funktionaler Eignung aber deutlich unterscheiden. Die technische Literatur zur Rauheitsmessung weist ausdrücklich darauf hin, dass Ra gegenüber einzelnen Spitzen und Tälern wesentlich weniger empfindlich ist als Rz.

RauheitsklasseRa in µmAllgemeine Einordnung
N10,025Hochglanzpolierte Präzisionsoberfläche
N20,05Sehr fein geläppte oder polierte Oberfläche
N30,1Geläppte, gehonte oder feinpolierte Oberfläche
N40,2Feingeschliffene oder gehonte Funktionsfläche
N50,4Geschliffene oder sehr fein bearbeitete Oberfläche
N60,8Feingedrehte oder geschliffene Oberfläche
N71,6Geschlichtete CNC-Oberfläche
N83,2Übliche gefräste oder gedrehte CNC-Oberfläche
N96,3Vorgeschlichtete oder gröber bearbeitete Oberfläche
N1012,5Geschruppte Oberfläche
N1125Grob geschruppte Oberfläche
N1250Sehr grobe oder unbearbeitete Oberfläche

Weitere Grundlagen zur Herstellung präziser Metallbauteile finden Sie unter:  CNC-Bearbeitung und Lohnfertigung bei InstaWerk

f.a.q.

Häufig gestellte Fragen zum Oberflächen von Dreh- und Frästeilen
Kann man Ra und Rz exakt ineinander umrechnen?

Nein. Ra und Rz beschreiben unterschiedliche Eigenschaften eines Rauheitsprofils. Eine Umrechnung kann deshalb nur als Schätzung oder Wertebereich erfolgen.

Welcher Ra-Wert entspricht N8?

Die Rauheitsklasse N8 entspricht einem Ra-Vorzugswert von 3,2 µm.

Welcher Rz-Wert entspricht Ra 3,2 µm?

Es gibt keinen eindeutig festgelegten Rz-Wert. Abhängig von Profilform und Fertigungsverfahren kann ein relativ breiter Rz-Bereich entstehen. Der Rechner zeigt deshalb eine untere, mittlere und obere Schätzung.

Welche Oberflächenrauheit ist beim CNC-Fräsen üblich?

Für viele Frästeile sind Ra-Werte im Bereich von etwa 1,6 bis 6,3 µm üblich. Feinere Werte können durch optimierte Schnittparameter, geeignete Werkzeuge, zusätzliche Schlichtoperationen oder nachgelagerte Verfahren erreicht werden.

Welche Oberflächenrauheit ist beim CNC-Drehen üblich?

Standardmäßig gedrehte Oberflächen liegen häufig im Bereich von Ra 0,8 bis 6,3 µm. Der erreichbare Wert hängt unter anderem von Vorschub, Schneidenradius, Werkstoff, Maschinensteifigkeit und Werkzeugzustand ab.

Ist eine möglichst niedrige Rauheit immer besser?

Nein. Eine unnötig niedrige Rauheit erhöht häufig Bearbeitungszeit und Fertigungskosten, ohne die Funktion des Bauteils zu verbessern. Die Spezifikation sollte immer aus der tatsächlichen Funktion der Oberfläche abgeleitet werden.

Was ist der Unterschied zwischen Oberflächenrauheit und Oberflächenbehandlung?

Die Rauheit beschreibt die geometrische Mikrostruktur einer Oberfläche. Eine Oberflächenbehandlung wie Eloxieren, Verzinken oder Brünieren verändert dagegen chemische, optische oder funktionale Eigenschaften der Werkstückoberfläche.

Kann InstaWerk Bauteile nach vorgegebener Oberflächenrauheit fertigen?

Ja. Oberflächengüten können abhängig von Bauteil, Werkstoff und Bestellweg nach Zeichnung berücksichtigt werden. Für besondere Anforderungen empfiehlt sich eine technische Zeichnung oder eine individuelle Anfrage.

Wie sind Oberflächenangaben in technischen Zeichnungen anzugeben?

Für Oberflächenangaben in der technischen Produktdokumentation ist heute die Normenreihe ISO 21920 relevant.

  • ISO 21920-1 behandelt die Angabe der Oberflächenbeschaffenheit in technischen Produktdokumentationen.
  • ISO 21920-2 definiert Begriffe und Profilkennwerte.
  • ISO 21920-3 beschreibt die zugehörigen Spezifikationsoperatoren.

Eine vollständige Oberflächenspezifikation kann abhängig von der Funktion über einen einzelnen Wert wie Ra 3,2 µm hinausgehen. Insbesondere bei Dichtungen, Gleitkontakten oder tribologisch beanspruchten Oberflächen können Messbedingungen, Filter, Auswertelängen und weitere Profilkennwerte relevant sein.

Empfohlene Quellen:

Von der Oberflächenanforderung zum fertigen CNC-Bauteil

Mit dem Rechner können Sie eine Oberflächenangabe technisch einordnen. Die anschließende Fertigung lässt sich direkt über InstaWerk abwickeln.

Online-Konfiguration und Sofortpreisberechnung für Frästeile und Drehteile | Frästeile online | Drehteile online bestellen bei InstaWerk

CNC-Frästeile und CNC-Drehteile online kalkulieren

Laden Sie Ihr 3D-CAD-Modell hoch, ergänzen Sie bei Bedarf eine technische Zeichnung und konfigurieren Sie Werkstoff, Stückzahl, Lieferzeit und Nachbehandlungen. Der digitale Bestellprozess erkennt und berücksichtigt geometrische sowie zeichnungsgebundene Anforderungen.

Werkstoffe passend zur Anwendung auswählen

Die erreichbare Oberflächengüte und das entstehende Oberflächenbild hängen auch vom bearbeiteten Werkstoff ab. Aluminium, Stahl, Edelstahl, Messing, Kupfer und technische Kunststoffe reagieren unterschiedlich auf Fräs-, Dreh- und Schleifprozesse. InstaWerk bietet eine umfangreiche Werkstoffauswahl für die CNC-Bearbeitung, darunter Aluminiumlegierungen, unterschiedliche Stahlgruppen, Edelstahl, Kupferlegierungen und technische Kunststoffe.

Nachbehandlungen und Oberflächenveredelungen

Die Rauheit nach der mechanischen Bearbeitung ist von späteren Oberflächen- oder Wärmebehandlungen zu unterscheiden. Eloxieren, Verzinken, Brünieren, Sandstrahlen oder Beschichten können das Erscheinungsbild und teilweise auch die messbare Oberflächenstruktur verändern. Standardisierte Nachbehandlungen können bei InstaWerk direkt in die Beschaffung von CNC-Bauteilen eingebunden werden.

Qualitätssicherung und Dokumentation

Bei funktionskritischen Oberflächen reicht eine Zeichnungsangabe allein nicht immer aus. Je nach Anwendung können zusätzliche Prüfberichte, Messprotokolle, Werkstoffzeugnisse oder Erstmusterprüfberichte erforderlich sein. InstaWerk bietet Qualitäts- und Dokumentationsoptionen für CNC-Fräs- und Drehteile an, darunter bei geeigneten Geometrien auch Prüfungen mit Koordinatenmesstechnik.